Saugroboter für das Bastelzimmer: Papier, Perlen und Glitzer im Griff
Saugroboter für das Bastelzimmer: Papier, Perlen und Glitzer im Griff
Ein Saugroboter für das Bastelzimmer klingt erst einmal nach einer einfachen Sache. Boden saugen, fertig. Wer aber schon einmal nach einem Bastelnachmittag in so einem Zimmer gestanden hat, weiß es besser. Überall liegen Papierfetzen, ein paar Perlen sind vom Tisch gerollt, Glitzer klebt an Stellen, an denen man ihn nie vermutet hätte, und irgendwo unter dem Tisch liegt eine Schnur, die nur darauf wartet, sich um eine Bürste zu wickeln. Ehrlich gesagt: Genau hier zeigt sich, ob ein Saugroboter wirklich alltagstauglich ist. Ich habe in den letzten Monaten drei Modelle in genau so einem Zimmer getestet, mit Basteltisch, Regalen bis zum Boden und jeder Menge Kleinkram. In diesem Artikel sage ich dir, worauf es ankommt, was ein Roboter im Bastelzimmer aufsaugen darf und was du vorher unbedingt per Hand wegräumen solltest.
Warum ist ein Bastelzimmer so eine harte Nuss für einen Saugroboter?
Ein Wohnzimmer ist für einen Saugroboter fast schon langweilig. Große freie Flächen, ein paar Möbel, fertig. Ein Bastelzimmer ist das Gegenteil. Da steht der Basteltisch, darunter liegen Reste vom letzten Projekt. Daneben steht ein Regal mit Schubladen, vor dem immer irgendetwas auf dem Boden liegt. Und dann sind da die Stühle, die nie zweimal an derselben Stelle stehen. Jeder Roboter, der hier nur stur seine Bahnen fährt, fährt früher oder später gegen etwas oder saugt etwas ein, das er nicht einsaugen sollte.
Das größte Problem sind die kleinen Dinge. Eine Perle ist für uns kaum der Rede wert, für eine Bürste kann sie ein echtes Problem sein. Sie kann sich verklemmen, sie kann klappern, und im schlimmsten Fall blockiert sie die Bürste. Ähnlich ist es mit Fäden und Schnüren. Ein kurzer Faden ist harmlos, ein längerer Faden wickelt sich um die Bürste und muss dann mühsam herausgeschnitten werden. Dazu kommt Glitzer. Glitzer ist so fein, dass er in jede Ritze kriecht. Ein schwacher Roboter verteilt ihn eher, als dass er ihn aufnimmt. Und Papier? Papierfetzen sind leicht, sie fliegen bei zu viel Luftstrom weg, bevor der Roboter sie erreicht. Kurz gesagt: Das Bastelzimmer testet alles, was ein Saugroboter können muss. Hinderniserkennung, Saugkraft, Bürste, Navigation. Alles auf einmal.
Genau deshalb ist die Auswahl hier wichtiger als in anderen Zimmern. Ein günstiger Roboter ohne echte Hinderniserkennung ist im Bastelzimmer schnell überfordert. Er bleibt an Tischbeinen hängen, schiebt eine Schachtel vor sich her oder frisst eine Schnur. Ein guter Roboter dagegen erkennt die Schnur, fährt um die Perlendose herum und kommt trotzdem unter den Tisch. Der Unterschied im Alltag ist riesig. Du willst einen Helfer, der dir Arbeit abnimmt, und keinen zweiten Basteljob in Form von Roboterrettung.
Was darf ein Saugroboter im Bastelzimmer aufsaugen, und was nicht?
Hier muss ich ganz ehrlich sein, weil es um dein Gerät geht. Ein Saugroboter ist kein Staubsauger-Ersatz für alles. Feiner Staub, Glitzerstaub, Papierkonfetti, kurze Fadenreste und Krümel vom Pausensnack: Das ist sein Revier. Das schafft er gut, vor allem mit viel Saugkraft und einer Bürste, die sich nicht so schnell verheddert. Perlen, Knöpfe, Stecknadeln, Nähnadeln, Büroklammern, kleine Schrauben und Glasperlen gehören dagegen nicht in einen Saugroboter. Die können die Bürste blockieren, den Staubbehälter beschädigen oder im schlimmsten Fall im Gerät stecken bleiben. Stecknadeln sind besonders fies, weil sie dünn sind und sich überall festsetzen können.
Meine Regel ist einfach: Alles, was größer als eine Erbse ist und hart ist, räume ich vorher weg. Alles, was spitz ist, sowieso. Das dauert keine zwei Minuten. Ich gehe einmal durchs Zimmer, hebe die Perlendose auf, schiebe die Schachtel mit den Knöpfen zur Seite und lege die Schere weg. Dann darf der Roboter los. So schützt du das Gerät und dich selbst vor Ärger. Und noch ein Tipp aus eigener Erfahrung: Klebereste und nasse Farbe sind tabu. Ein Roboter mit Wischfunktion darf nicht über frischen Kleber oder nasse Farbe fahren. Das verklebt den Mopp und im schlimmsten Fall die Bürste. Erst trocknen lassen, dann wischen. Oder die nasse Stelle erst einmal per Hand abwischen und den Rest dem Roboter überlassen.
Glitzer verdient einen eigenen Satz. Feiner Glitzer auf Hartboden ist für einen starken Saugroboter kein Problem, wenn der Filter gut ist. Ein HEPA-Filter hilft, damit der feine Staub nicht gleich wieder aus dem Gerät geblasen wird. Auf Teppich ist Glitzer hartnäckiger. Da hilft nur: langsam fahren, volle Saugkraft und notfalls zweimal drüber. Wischen hilft bei Glitzer übrigens kaum. Der Mopp verteilt den Glitzer eher. Mein Vorgehen: erst saugen, dann, wenn der Boden trocken und glitterfrei aussieht, wischen. So bleibt der Glitzer da, wo er hingehört: im Staubbeutel, nicht auf dem ganzen Boden verteilt.
Worauf kommt es bei einem Saugroboter für das Bastelzimmer wirklich an?
Wenn du einen Saugroboter für kleine Teile, Perlen und enge Räume suchst, sind fünf Punkte entscheidend. Erstens die Hinderniserkennung. Der Roboter muss kleine Gegenstände am Boden sehen und umfahren, statt sie einzusaugen oder wegzuschieben. Kameras und 3D-Sensoren sind hier klar im Vorteil gegenüber reiner Laser-Navigation. Zweitens die Größe. Ein kleiner, flacher Roboter kommt unter den Basteltisch und zwischen die Stuhlbeine. Ein großer Roboter bleibt davor stehen und lässt genau die Stellen aus, an denen der meiste Dreck liegt.
Drittens die Bürste. Eine Bürste, die sich nicht so schnell mit Fäden vollwickelt, spart dir viel Putzarbeit am Gerät selbst. Modelle mit Anti-Tangle-Bürste oder einer Bürste, die sich anhebt, sind im Bastelzimmer Gold wert. Viertens die Saugkraft. Papierfetzen und Glitzer brauchen Power, sonst werden sie nur hin und her geschoben. Und fünftens die No-Go-Zonen. Du musst in der App einen Bereich sperren können, zum Beispiel die Ecke, in der die Perlenkisten stehen, oder den Platz unter dem Regal mit den offenen Schachteln. Ohne diese Funktion wird es im Bastelzimmer schnell nervig. Die Lautstärke ist ein Bonuspunkt. Wenn du abends noch bastelst und der Roboter nebenbei leise läuft, ist das viel angenehmer als ein lautes Brummen. Und eine Absaugstation ist praktisch, weil du den Staubbehälter nicht nach jedem Basteltag selbst leeren musst.
| Modell | Saugkraft | Stärke im Bastelzimmer | Ca.-Preis |
|---|---|---|---|
| SwitchBot K10 Plus | 2.500 Pa | Winzig klein, passt unter jeden Tisch | ca. 400 € |
| Dreame L40 Ultra AE | 19.000 Pa | Starke Hinderniserkennung, heiß gewaschene Mopps | ca. 499 € |
| Roborock Saros 20 | 36.000 Pa | Flach, extrem stark, beste Navigation | ca. 949 € |
Alle drei Preise sind ca.-Preise mit Preis-Stand 29.10.2026. Preise ändern sich oft, gerade bei Aktionen. Schau also vor dem Kauf kurz auf den aktuellen Preis. Die Links in diesem Artikel führen zu Amazon, wo du den tagesaktuellen Preis siehst.
SwitchBot K10 Plus: der Kleine, der unter jeden Basteltisch passt
Der SwitchBot K10 Plus ist der kleinste Saugroboter, den ich kenne. Und im Bastelzimmer ist klein ein echter Vorteil. Er ist nur rund 25 cm breit und kommt unter Tische und Stühle, an denen größere Roboter scheitern. Wenn dein Bastelzimmer vollgestellt ist und du trotzdem willst, dass auch die Ecken sauber werden, ist das genau sein Ding. Er nutzt Laser-Navigation, fährt saubere Bahnen und seine Absaugstation leert ihn bis zu 70 Tage lang selbst. Das heißt: Du musst wochenlang nicht an den Staubbehälter denken, selbst wenn du jeden Tag bastelst und viel Papierstaub anfällt.
SwitchBot K10 Plus
Für wen ist er gemacht? Für kleine Bastelzimmer, für enge Räume und für alle, die einen leisen Roboter wollen, der nicht im Weg steht. Die 2.500 Pa klingen nach wenig, wenn man die großen Zahlen der Flaggschiffe liest. Im Alltag reicht das für Staub, Papierfetzen und Glitzerstaub auf Hartboden völlig aus. Auf Teppich muss er öfter zweimal fahren, das ist der Preis für die kleine Bauweise. Dafür ist er mit rund 48 dB angenehm leise. Ich habe ihn schon laufen lassen, während ich am Tisch gesessen und Karten gebastelt habe, ohne dass er mich genervt hat.
Pro
- Extrem klein, kommt unter fast jeden Basteltisch
- Leise im Betrieb, ideal zum Nebenbei-Laufenlassen
- Absaugstation, bis zu 70 Tage ohne Leeren
- Gute Laser-Navigation für enge Räume
Contra
- Nur 2.500 Pa, bei Teppich öfter zwei Durchgänge nötig
- Wischfunktion nur einfach, kein Ersatz für gründliches Wischen
- Keine Kamera-Hinderniserkennung wie bei den teuren Modellen
Dreame L40 Ultra AE: stark gegen Glitzerstaub und Papierfetzen
Der Dreame L40 Ultra AE ist mein Tipp für alle, die im Bastelzimmer richtig Power brauchen, aber keine 900 Euro ausgeben wollen. Mit 19.000 Pa saugt er Papierkonfetti und Glitzerstaub weg, statt sie nur zu verteilen. Und seine Hinderniserkennung mit Kamera und 3D-Sensoren ist genau das, was du im Bastelzimmer brauchst. Er sieht Schnüre, kleine Schachteln und herumliegende Sachen und fährt darum herum. Das ist in der Praxis der größte Unterschied zu einem einfachen Roboter. Du musst weniger retten und weniger nacharbeiten.
Was mir an ihm besonders gefällt, ist die Station. Sie wäscht die Mopps mit bis zu 75 Grad heißem Wasser und trocknet sie danach. Wenn du im Bastelzimmer auch mal klebrigen Staub oder Farbreste auf dem Boden hast, ist ein sauberer Mopp viel wert. Die TriCut-Bürste hilft gegen Fäden, weil sie Haare und Fäden zerschneidet, statt sie aufwickeln zu lassen. Ganz ehrlich: Keine Bürste ist zu 100 Prozent wartungsfrei, aber die hier kommt dem schon ziemlich nah. Der Akku mit 5.200 mAh reicht locker für ein Bastelzimmer und mehr. Und mit 10,5 mm Mopp-Anhebung fährt er über Teppichkanten, ohne den Teppich nass zu machen.
Dreame L40 Ultra AE
Für wen ist er gemacht? Für Bastler, die viel Papier und Glitzer produzieren und einen Roboter wollen, der selbstständig um Kleinkram herumfährt. Er ist die goldene Mitte: stark genug für fast alles im Bastelzimmer, mit Station, die dir die Mopp-Pflege abnimmt, und deutlich günstiger als die Flaggschiffe. Wenn du nur einen Roboter für das Bastelzimmer kaufst und sonst nichts, ist das hier oft die vernünftigste Wahl.
Pro
- 19.000 Pa, nimmt Glitzerstaub und Papierfetzen zuverlässig auf
- Gute Hinderniserkennung für Schnüre und kleine Gegenstände
- TriCut-Bürste gegen verhedderte Fäden
- Station wäscht Mopps mit heißem Wasser
Contra
- Mit rund 10 cm Bauhöhe passt er nicht unter sehr flache Möbel
- Station braucht Platz im Zimmer
- Bei sehr vielen Kleinteilen musst du trotzdem vorher aufräumen
Roborock Saros 20: mein Favorit, wenn das Budget passt
Der Roborock Saros 20 ist der teuerste Roboter in diesem Vergleich, und man merkt es ihm an. Er ist nur 7,98 cm flach, weil er keinen Laserturm auf dem Rücken hat. Er fährt also unter Basteltische und niedrige Regale, an denen andere Roboter scheitern. Dazu kommen 36.000 Pa Saugkraft, das ist mehr als das Doppelte vom Dreame und ein Vielfaches vom SwitchBot. Papierfetzen, Glitzer, Staub in Fugen: Er nimmt das alles in einem Durchgang mit. Und seine StarSight-Navigation erkennt laut Hersteller mehr als 200 Hindernistypen. Im Bastelzimmer heißt das: Er umfährt die Perlendose, die Schnur und die Schachtel, statt sie einzusaugen oder durchs Zimmer zu schieben.
Die RockDock-Station wäscht die Mopps mit bis zu 100 Grad heißem Wasser und leert den Staubbehälter selbst, bis zu 65 Tage lang. Der Akku mit 6.400 mAh schafft bis zu 200 Minuten Laufzeit. Das ist für ein Bastelzimmer mehr als genug, selbst wenn du ihn zweimal täglich laufen lässt. Ehrlich gesagt: Braucht man das alles für ein einziges Zimmer? Nicht unbedingt. Aber wenn das Bastelzimmer Teil einer größeren Wohnung ist und der Roboter auch den Rest der Wohnung saugen soll, ist der Saros 20 eine richtig runde Sache. Er ist leise genug für den Alltag, er ist flach, er ist stark, und er denkt mit. Mein Favorit, wenn das Budget passt. Wenn nicht, ist der Dreame die vernünftigere Wahl, und der SwitchBot die beste für kleine Zimmer.
Roborock Saros 20
Für wen ist er gemacht? Für alle, die das Beste wollen und den Roboter auch in der ganzen Wohnung nutzen. Im Bastelzimmer profitierst du von der flachen Bauweise und der starken Hinderniserkennung. Er ist die Sorglos-Lösung, wenn du nicht ständig aufpassen willst, was auf dem Boden liegt. Trotzdem gilt auch hier: Perlen und Stecknadeln räumst du vorher weg. Kein Roboter der Welt sollte die einsaugen müssen.
Pro
- 36.000 Pa, extrem stark bei Staub und Glitzer
- Nur 7,98 cm flach, passt unter fast alle Möbel
- Sehr gute Hinderniserkennung für Kleinkram
- Station mit Heißwasser-Moppwäsche und langer Selbstentleerung
Contra
- Mit ca. 949 Euro deutlich teurer als die anderen beiden
- Station ist groß und braucht festen Platz
- Für ein einziges kleines Zimmer fast schon zu viel Gerät
Wie richte ich No-Go-Zonen rund um Perlen und Kleinteile ein?
No-Go-Zonen sind im Bastelzimmer dein bester Freund. So geht es: Lass den Roboter zuerst einmal das Zimmer kartieren, wenn der Boden frei ist. Dann öffnest du die Karte in der App und zeichnest eine Sperrzone um den Bereich, in dem die Perlenkisten, die Knopfschachteln oder die offenen Bastelkisten stehen. Bei allen drei Modellen in diesem Artikel geht das in der App, beim SwitchBot über virtuelle Wände, beim Dreame und beim Roborock über No-Go-Zonen und virtuelle Wände auf der Karte. Der Roboter fährt dann um diesen Bereich herum, als wäre da eine unsichtbare Mauer.
Mein Tipp: Mach die Zone lieber etwas größer als nötig. Ein halber Meter Puffer schadet nicht. Perlen rollen weiter, als man denkt. Und wenn du einen Bereich hast, in dem du gerade an einem Projekt arbeitest, sperr ihn für die Zeit des Projekts. Du kannst die Zone jederzeit wieder löschen oder verschieben. Noch ein praktischer Hinweis: Wenn du öfter bastelst, lohnt sich ein fester Zeitplan. Lass den Roboter zum Beispiel jeden Abend nach dem Basteln laufen, wenn du den Tisch schon aufgeräumt hast. So ist der Boden am nächsten Morgen sauber, und du fängst frisch an. Mehr dazu, wie du Zonen und Räume sauber einrichtest, findest du in unserem Ratgeber zu No-Go-Zonen einrichten.
Glitzer, Fäden und Papier: die 5 Fehler, die ich am Anfang gemacht habe
Ich habe im Bastelzimmer so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Damit du sie nicht wiederholen musst, hier meine Liste. Erstens: Ich habe den Roboter über eine lose Schnur fahren lassen. Ergebnis: Die Schnur hat sich um die Bürste gewickelt, und ich musste sie mit der Schere herausschneiden. Seitdem räume ich Schnüre und lange Fäden immer vorher weg. Zweitens: Ich habe versucht, Glitzer mit dem Mopp wegzuwischen. Ergebnis: Der Glitzer war danach überall, nur nicht weg. Erst saugen, dann wischen, das ist die Reihenfolge, die funktioniert.
Drittens: Ich habe den Staubbehälter zu selten geleert. Papierstaub füllt den Behälter schneller, als man denkt, und ein voller Behälter saugt schlechter. Mit einer Absaugstation ist das kein Thema mehr, ohne Station solltest du nach jedem größeren Basteltag leeren. Viertens: Ich habe den Roboter über nasse Farbe fahren lassen. Das war keine gute Idee. Der Mopp war danach verklebt, und die Farbe war auf dem halben Boden verteilt. Nasse Stellen immer erst trocknen lassen. Und fünftens: Ich habe die Bürste zu selten kontrolliert. Ein kurzer Blick nach jedem zweiten oder dritten Lauf reicht. Fäden und Haare früh entfernen, dann bleibt die Saugkraft erhalten und die Bürste lebt länger. Wenn du einen leisen Roboter für abendliches Basteln suchst, schau dir auch unsere Übersicht der besten leisen Saugroboter an.
Lohnt sich ein Saugroboter für das Bastelzimmer überhaupt?
Kommt darauf an, wie du bastelst. Wenn du einmal im Monat eine Karte bastelst und sonst kaum Dreck anfällt, brauchst du keinen eigenen Roboter für das Zimmer. Dann reicht es, wenn dein normaler Saugroboter ab und zu durchfährt. Wenn du aber mehrmals pro Woche bastelst, mit Papier, Stoff, Perlen und Glitzer arbeitest und das Zimmer auch als Hobbyraum nutzt, lohnt sich ein eigener Roboter oder zumindest ein Roboter mit guter Hinderniserkennung und No-Go-Zonen. Die Zeit, die du sparst, ist echt. Ich habe früher nach jedem Bastelabend zehn Minuten gefegt. Jetzt räume ich zwei Minuten die Kleinteile weg, drücke auf Start und mache etwas anderes, während der Roboter saugt.
Rechne es einmal durch: Zehn Minuten Fegen pro Basteltag, dreimal pro Woche, das sind über zwei Stunden im Monat. Der Roboter nimmt dir den größten Teil davon ab. Er ersetzt nicht das gründliche Aufräumen und auch nicht das feuchte Wischen nach einem Farbprojekt, aber er hält den Boden dazwischen sauber. Und ein sauberer Boden macht das Basteln selbst angenehmer. Du kniest nicht im Glitzer, du trittst nicht auf Papierfetzen, und deine Projekte bleiben sauber. Für kleine Zimmer ist der SwitchBot K10 Plus hier oft die beste Wahl, weil er wenig Platz braucht und trotzdem sauber macht. Mehr zum Thema kleine Räume findest du in unserem Artikel über den Saugroboter für die Studentenbude, der viele Parallelen zum Bastelzimmer hat.
Mein Fazit: welcher Saugroboter für das Bastelzimmer passt zu dir?
Wenn dein Bastelzimmer klein und vollgestellt ist und du einen leisen, winzigen Roboter willst, nimm den SwitchBot K10 Plus. Er kommt überall hin, wo die Großen nicht hinkommen, und er ist mit ca. 400 Euro auch der günstigste in diesem Vergleich. Wenn du viel Glitzer und Papier produzierst und Wert auf eine gute Hinderniserkennung legst, nimm den Dreame L40 Ultra AE für ca. 499 Euro. Er ist die beste Mischung aus Power, Station und Preis. Und wenn du das Maximum willst und den Roboter auch in der ganzen Wohnung nutzt, nimm den Roborock Saros 20 für ca. 949 Euro. Er ist flach, stark und denkt am besten mit.
Egal, für welchen du dich entscheidest: Räum Perlen, Nadeln und Kleinteile vorher weg, richte eine No-Go-Zone um deine Materialecke ein und lass den Roboter erst saugen, bevor du wischst. Dann wird das Bastelzimmer sauber, ohne dass der Roboter leidet. Und ehrlich gesagt: Genau so macht Basteln am meisten Spaß, wenn man sich danach nicht erst um den Boden kümmern muss, sondern gleich mit dem nächsten Projekt anfangen kann. Welcher Saugroboter für das Bastelzimmer am Ende der beste für dich ist, hängt von deinem Zimmer, deinem Budget und deinem Bastelstil ab. Mit den drei Modellen in diesem Artikel machst du auf jeden Fall nichts falsch.
Häufige Fragen zum Saugroboter für das Bastelzimmer
Welcher Saugroboter für das Bastelzimmer ist der beste?
Für kleine, volle Zimmer ist der SwitchBot K10 Plus stark, weil er winzig ist und unter fast jeden Tisch passt. Für viel Glitzer und Papier ist der Dreame L40 Ultra AE die beste Mischung aus Power und Preis. Wenn das Budget passt und du das Maximum willst, ist der Roborock Saros 20 mein Favorit, weil er flach, extrem stark und sehr gut in der Hinderniserkennung ist.
Kann ein Saugroboter Perlen aufsaugen?
Nein, das solltest du nicht versuchen. Perlen, Knöpfe und andere harte Kleinteile können die Bürste blockieren und das Gerät beschädigen. Räume Perlen vorher per Hand weg und richte eine No-Go-Zone um deine Perlenecke ein. Der Roboter ist für feinen Staub, Papierfetzen und Glitzerstaub da, nicht für harte Kleinteile.
Schafft ein Saugroboter Glitzer im Bastelzimmer?
Ja, feiner Glitzerstaub auf Hartboden ist für einen starken Saugroboter gut machbar, vor allem mit viel Saugkraft und einem guten Filter. Wichtig ist die Reihenfolge: erst saugen, dann wischen. Der Mopp allein verteilt Glitzer eher, als dass er ihn aufnimmt. Auf Teppich hilft es, langsam und mit voller Saugkraft zu fahren, notfalls zweimal.
Was tun gegen Fäden in der Bürste?
Lange Fäden und Schnüre räumst du am besten vorher weg. Wenn sich doch etwas um die Bürste wickelt, nimm die Bürste heraus und schneide den Faden vorsichtig mit einer Schere durch. Modelle mit Anti-Tangle-Bürste oder TriCut-Bürste, wie der Dreame L40 Ultra AE, verheddern sich deutlich seltener. Kontrolliere die Bürste nach jedem zweiten oder dritten Lauf kurz.
Wie richte ich No-Go-Zonen für Perlen und Kleinteile ein?
Lass den Roboter zuerst das Zimmer kartieren, wenn der Boden frei ist. Dann zeichnest du in der App eine Sperrzone um den Bereich mit Perlenkisten und offenen Schachteln. Der Roboter fährt dann um diesen Bereich herum. Mach die Zone lieber etwas größer als nötig, weil Perlen weiter rollen, als man denkt.
Ist ein Saugroboter für enge Räume mit viel Kleinkram geeignet?
Ja, wenn er klein und flach ist und eine gute Navigation hat. Der SwitchBot K10 Plus ist nur rund 25 cm breit und kommt in enge Lücken. Der Roborock Saros 20 ist nur 7,98 cm flach und passt unter niedrige Möbel. Wichtig ist in beiden Fällen, dass du vorher die groben Kleinteile wegräumst und No-Go-Zonen nutzt.
Darf ein Saugroboter über nasse Farbe oder Kleber fahren?
Nein. Nasse Farbe und frischer Kleber verkleben den Mopp und die Bürste und verteilen sich auf dem Boden. Lass nasse Stellen erst trocknen, wische sie dann per Hand ab und lass den Roboter danach den Rest saugen. Die Wischfunktion ist für trockenen, leichten Schmutz gedacht, nicht für nasse Bastelreste.
Wie laut darf ein Saugroboter im Bastelzimmer sein?
Wenn du nebenbei bastelst, sind um die 48 dB angenehm, das schafft der SwitchBot K10 Plus im leisen Modus. Stärkere Modelle werden im Turbo-Modus lauter. Mein Tipp: Lass den Roboter im Standard-Modus laufen, während du bastelst, und nutze die volle Saugkraft, wenn du das Zimmer verlässt oder abends fertig bist.
Wie oft sollte der Saugroboter im Bastelzimmer laufen?
Wenn du mehrmals pro Woche bastelst, lohnt sich ein Lauf nach jedem Basteltag, am besten abends nach dem Aufräumen. So ist der Boden am nächsten Morgen sauber. Bei weniger Bastelaktivität reicht ein Lauf pro Woche. Leere den Staubbehälter nach größeren Basteltagen, oder nutze ein Modell mit Absaugstation, das dich wochenlang nicht darum kümmern muss.
